Gelnägel selber abmachen

Gerade frisch aus dem Nagelstudio und du bist begeistert! Deine neuen Gelnägel sehen umwerfend aus und werden dir viele Tage lang Freude bereiten. Idealerweise würden sie bis zu deinem nächsten Besuch bei deiner Designerin halten, doch manchmal kommt das Leben dazwischen. Die Zeit rennt, die Nägel wachsen heraus, werden stumpf oder brechen

Vielleicht lässt sich der nächste Termin nicht in deinen ohnehin schon vollen Zeitplan quetschen. Oder schlimmer: Das Vorstellungsgespräch für deinen Traumjob steht vor der Tür – nur gehört der Job leider in die Branche, in der Gelnägel nicht zu den Wunschkriterien eines neuen Mitarbeiters gehören.

Gründe, um Gelnägel wieder entfernen zu wollen, gibt es viele. Gleich vorab: Am sichersten und besten ist es, wenn du das professionell von einer Nageldesignerin erledigen lässt. Sie hat das richtige Werkzeug zur Hand und sorgt dafür, dass deine Naturnägel nicht beschädigt werden. 

Wenn du jedoch partout nicht warten kannst oder beispielsweise allergisch auf die Gelnägel reagierst, muss Frau selbst Hand anlegen.

Hier erfährst du, wie du deine Gelnägel möglichst sanft und ohne Folgen selbst entfernst.

Zwei Methoden zum Erfolg

Um deine Gelnägel selbst zu entfernen, hast du zwei Möglichkeiten: Du kannst das Gel vollständig abfeilen, oder du kannst es, wenn es sich um Soak-Off-Gele oder UV-Polish handelt, zu Aceton greifen. 

Das vollständige Abfeilen hat den Vorteil, dass du deiner Haut und deinen Nägeln die Chemie ersparst. Andererseits besteht ein Risiko, dass du deine Naturnägel beim Feilen verletzt. Wenn du dich für das Feilen entscheidest, solltest du also viel Geduld mitbringen und äußerst vorsichtig vorgehen.

Falls deine Nägel mit einem anderen Gel als Soak-Off oder UV-Polish gestylt wurden, bleibt dir nur die Möglichkeit des Feilens.

Methode 1: Gelnägel abfeilen

Zuerst desinfizierst du dir vor der Arbeit gründlich die Hände und Nägel. So verhinderst du, dass du dir Infektionen zuziehst. Das ist besonders wichtig, da du dich mit der Feile verletzen könntest. Als Nächstes schiebst du vorsichtig die Nagelhaut zurück. Am besten verwendest du dazu ein Rosenholzstäbchen.

Nun beginnt die eigentliche Arbeit. Beginne mit einer groben Feile an der Spitze des Nagels und entferne anschließend die oberste Gelschicht von der gesamten Fläche.

Arbeite ruhig und konzentriert, damit du deine Naturnägel nicht verletzt. Wenn du es dir zutraust, kannst du eine elektrische Feile benutzen. Das Risiko ist jedoch höher und du solltest im Umgang damit bereits geübt sein.

Ist die oberste Schicht abgetragen, wechselst du zu einer feineren Feile. Wenn du eine Auswahl besitzt, nutze gern immer feiner werdende Feilen, je näher du an deinen Naturnagel herankommst.

Entferne zwischenzeitlich immer wieder den Gelstaub, damit du genau erkennst, wie viel Gel noch abzutragen ist. Wenn du die letzte Gelschicht erreicht hast, ist besondere Vorsicht geboten: Der Naturnagel ist unter dem Gel weich und empfindlich und sollte, wenn überhaupt, nur mit einer sehr feinen Feile in Kontakt kommen.

Das bin ich, die Autorin hier bei Nageldesignzentrale.de

 Michaela 

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Eine sinnvolle Methode ist es, eine dünne Gelschicht stehen zu lassen, die kaum sichtbar ist, deinen Nagel aber weiterhin schützt.

Zuletzt polierst du die Oberfläche deiner Nägel sorgfältig glatt und achtest auf eine gründliche Nagelpflege. Tipps dazu findest du am Ende dieses Artikels.

Methode 2: Gelnägel mit Aceton entfernen

Gel vom Typ Soak-Off oder UV-Polish kannst du in zwei Schritten entfernen. Zunächst verwendest du eine grobe Feile, um die oberste Schicht des Gels abzutragen. Dabei handelt es sich um die Glanzschicht. Du erkennst sie leicht daran, dass der Glanz verschwindest, wenn du mit der Feile arbeitest. Sei vorsichtig, dass du wirklich nur auf dieser Schicht arbeitest und nicht aus Versehen deine Naturnägel verletzt! Es geht darum, die Schicht so aufzurauen, dass das Aceton wirken kann.

Vor dem nächsten Schritt schützt du deine Nagelhaut vor dem Lackentferner. Bedecke sie dazu gründlich mit einem Nagelöl oder mit einer schützenden Nagelcreme.

Um das Aceton auf die Nägel aufzubringen, tränkst du Wattebällchen reichlich mit der Flüssigkeit und legst diese auf die Nägel. Anschließend umwickelst du deine Nägel zum Beispiel mit Alufolie, um die Wattebällchen zu fixieren. Lass das Aceton mindestens 15 Minuten lang einwirken und vermeide den Kontakt mit deiner Haut.

Wenn die Einwirkzeit vorbei ist, nimmst du die Folie ab und ziehst zusammen mit den Wattebällchen einen Teil des Gels von den Nägeln. Nun kannst du die restliche Farbe mit einem Rosenholzstäbchen entfernen.

Arbeite gründlich und geduldig und achte darauf, dich nicht zu verletzen. Falls Reste bleiben, verzichte möglichst auf den erneuten Einsatz von Nagellackentferner und versuche stattdessen, sie mit einem Nagelhautstäbchen abzukratzen.

Auch bei dieser Methode ist die richtige Pflege nach der Nagelentfernung ausgesprochen wichtig!

Nagelpflege nach Entfernung der Gelnägel

Wahrscheinlich haben deine Naturnägel unter der Gelschicht etwas von ihrer Härte verloren. Um sie zu schützen und möglichst schnell widerstandsfähig zu machen, empfiehlt sich direkt nach der Entfernung des Gels ein Nagelöl-Bad. Dazu tauchst du einfach einige Minuten lang deine Fingerspitzen in ein pflegendes Öl. Deine Nägel erhalten so einen Teil ihrer verlorenen Feuchtigkeit zurück.

In den nächsten Tagen solltest du auf das Lackieren der Nägel verzichten. So können sie atmen und das Keratin härtet schneller. Eine regelmäßige Behandlung mit Nagelöl oder einer Feuchtigkeitscreme ist sinnvoll.

Tipp:

Übrigens: Wenn du keinen Zeitdruck hast, kannst du die Gelnägel natürlich auch einfach herauswachsen lassen. Hierbei ist es wichtig, dass du die Nägel immer wieder etwas kürzt, damit sie nicht zu lang werden und brechen. Auch solltest du darauf achten, dass das Gel nicht gerissen ist, da sich sonst leicht Bakterien oder Pilze darin festsetzen. Den etwas unschönen Übergang zwischen Gelnagel und Naturnagel kannst du leicht mit etwas Nagellack kaschieren – wer nicht ganz genau hinsieht, wird es im Alltag kaum bemerken.

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