Passende Nagellackfarbe für deinen Hautton – nageldesignzentrale

Glaubst du auch noch an das Märchen, dass der Nagellack am besten zum Kleid passen sollte? Dann lass dich schnell eines Besseren belehren. Nagellack gehört ja per sé eher zu den kosmetischen und weniger zu den schmückenden Elementen deiner fertigen Gesamterscheinung. Deshalb sollte die Farbe des Lackes auch in erster Linie zu deinen Körperfarben passen. Zumal es auf Dauer zu belastend für Körper und Seele wäre, die Nagelfarben so häufig zu wechseln wie die Farben deiner Kleidung! 

Nagellack und Hautton

Dieses Wissen bringt allerdings ein paar Schwierigkeiten mit sich. Verschiedene Theorien gehen von verschiedenen Richtlinien aus, an denen frau sich bitteschön auf ihrer Suche nach ihrer ganz persönlichen Farbkollektion orientieren muss. 

Ganz allgemein und vorneweg sind sich allerdings die Experten unterschiedlicher Stilrichtungen einig: Zu heftige Kontraste wirken schnell künstlich und billig und sind damit ein absolutes No-Go in Sachen trendy Nageldesign. Kräftige Hauttöne verlangen nach kräftigen Farben, blasse Typen dagegen werden lieber von sanften Farbtönen zart umschmeichelt. Wie viel Farbenlehre du nun in deine individuellen Vorlieben einfließen lassen möchtest, ist ganz dir überlassen.

Stufe eins: Nagellackfarben an deinen Hautton anpassen

Ganz locker und systematisch orientiert sich die derzeit bekannteste Farbempfehlung einzig an deinem Hautton, beziehungsweise ganz gezielt an dem Hautton deiner Hände und Finger. Konkret lauten die Empfehlungen so einheitlich wie selten folgendermaßen:

Blasse Haut

Wenn deine Haut sehr hell ist, greifst du am besten zu unaufdringlichen Nude- und Pastelltönen. Das sieht immer jugendlich-frisch aus und wirkt nicht gekünstelt. Perfekt für dich ist demnach eine supernatürliche French Manicure. Solltest du trotz des hellen, unschuldigen, unauffälligen Hauttons eine verspielte, grelle oder gar düstere Persönlichkeit besitzen, ist dir alles erlaubt, was im Bereich der Pastellpalette bleibt. Dazu gehören auch blassblaue oder zarte hellviolette Variationen. Unter allen Umständen vermeiden solltest du Grüntöne. Die könnten in Verbindung mit deiner hellen Haut zu einem leicht kränklichen Gesamtbild führen.

Leicht gebräunte Haut

Verfügst du über eine leichte Sommerbräune, dann betonst du sie besonders effektiv mit schimmernden und glänzenden Metallicfarben. Auch Bronze, Silber und Gold sind keine Tabus für dich. Kurz gesagt – alles was glänzt bringt deinen frischen sommerlichen Teint hervorragend zur Geltung! Natürlich ist auch hier eine charakterliche Anpassung möglich: Wenn du nicht so der glitzerige Typ Mensch bist, dann stehen dir satte, dunkle Töne wie Grau und Schwarz genauso gut. 

Mittlere bis Dunkle Haut

Erinnert dein natürlicher Hautton an karibische Sommerträume, passen fruchtige und leuchtende Farben dazu wie ein leckerer Cocktail zur Hängematte unter Palmen. Pink und Rot sind deine Favoriten, aber auch ein strahlendes Türkis bringt deinen Hautton wunderbar zur Geltung.

Dunkle Haut

Auf einem dunklen Teint darf Kosmetik strahlen wie die Sterne in der Nacht. Selbst grelle Farben und knallige Kombinationen wirken bei diesem Hauttyp überhaupt nicht billig oder künstlich. Für dich gibt es fast keine Einschränkungen, was die Farbe deines zukünftigen Lieblingsnagellacks betrifft. Vor allem gelb und orange sind starke Farben, die deiner ebenfalls starken Hautfarbe schmeicheln und sie vorteilhaft unterstreichen. Auch ein warmes, sattes Gold, Bordeauxrot und sogar dunkle Grüntöne stehen dir hervorragend. Eine Einschränkung gibt es aber doch: Sehr hellen, weißen Nagellacken und Pastellfarben solltest du lieber aus dem Weg gehen.

Stufe zwei: Nagellackfarben an deinen Farbtypus anpassen

verschiedene Farbtypen
Frühling – Sommer – Herbst – Winter

Etwas weniger eindimensional ist die Einbeziehung aller deiner natürlichen Körperfarben in die Entscheidung über die Kosmetikfarben, die perfekt zu dir passen. Technisch betrachtet ist der Schneewittchentyp ebenso hellhäutig wie die klassische Blondine – trotzdem empfiehlt die Farbtypen-Theorie ganz andere Farben für beide Individuen. 

Der Frühlingstyp etwa fällt zwar unter die Rubrik „helle Haut“, zeichnet sich darüber hinaus jedoch auch durch helle Haare sowie hellgrüne oder hellbraune Augen aus. Zu diesem Farbtyp passen helle Grün- oder Rottöne und auch warme Gelbtöne. 

Der Sommertyp hat ebenfalls helle Haut, dazu aber eher dunkle, aschfarbene Haare und blaue oder graue Augen. Trotz desselben Hauttons wie der Frühlingstyp ist der Sommertyp weit besser mit einem blauen, grauen, Pastell- oder Platinnagellack beraten. 

Der Hautton des Herbsttyps ist zwar dunkler als der Teint des Frühlings- und des Sommertyps, wird aber doch mehr als rosig denn als bräunlich bezeichnet. Hinzu kommen rotbraune bis dunkelblonde Haare und braune oder grüne Augen. Als Herbsttyp darfst du dich mit passendem dunklem Rot, dunklem Grün, Gold oder Kupferbraun schmücken. 

Erst der Wintertyp wird mit einem dunkleren Hautton assoziiert und zwar in Verbindung mit dunklen Haaren und dunklen Augen. Die Auswahl passender Lackfarben deckt sich mit der oben beschriebenen Hautton-Theorie für dunkle Haut: klare und kräftige Farben wie kirschrot, zitronengelb und kornblumenblau sind erwünscht, von Pastellfarben wird eher abgeraten. 

Stufe drei: Nagellackfarben künstlerisch auf deinen Farbtyp abstimmen.

Eine noch ausgefeiltere Methode der Lackfarbenwahl ergänzt die bisher beschriebenen mit der der klassischen Farbenlehre. Ihr zufolge kann die bisher beschriebene Ton-in-Ton-Kosmetik auf Dauer etwas langweilig sein. Kosmetik-Experten machen sich häufig die Macht der Komplementärfarben zunutze, um höchste Leuchtkraft und damit echte Hingucker zu kreieren. 

Was genau Komplementärfarben sind, erklärt ein Farbkreis, der im Kern aus den drei Grundfarben besteht: Rot, Gelb und Blau. Wenn du diese Farben jeweils miteinander mischst, erhältst du in der nächsten Sequenz Orange, Grün und Violett. Dabei sind jeweils die gegenüberliegenden Farben – also Rot zu Grün, Gelb zu Violett und Blau zu Orange – komplementär. 

Farbkreis Hauttyp Kosmetik

Wenn du dir dieses Wissen erst angeeignet hast und deine Kreativität spielen lässt, eröffnet sich dir ein unendlicher Spielraum an Möglichkeiten.

Beachte nur folgende Regel: Der Grundton sollte sich an deinem Hautton (oder deinem Farbtyp) orientieren. Ergänzt wird mit einer zum Grundton komplementären Highlight-Farbe. Natürlich kommen bei Farbverläufen auch entsprechende Zwischentöne richtig toll zur Geltung. 

Fazit

Ein neues Nageldesign ist ja häufig mehr eine spontane Eingebung. Die richtige Farbauswahl dagegen sollte schon gut überlegt sein. Pastellrosa, Kirschrot oder Koralle – manchmal entscheidet nur eine Nuance darüber, ob dein Nagellack billig oder exklusiv aussieht. Am besten besorgst du dir bei nächster Gelegenheit eine ganz persönliche Farbpalette, die genau auf deinen Hautton (oder auf deinen Farbtyp, wenn dir das lieber ist) abgestimmt ist. Mit ein paar zusätzlichen künstlerisch ausgewählten Highlightfarben wird dein Nageldesign-Ergebnis auf jeden Fall immer ein richtiger Blickfang!