Gelnägel selber machen – Was brauche ich?

Zubehör für die Nagelvorbereitung

Um selber Gelnägel (Acrylnägel) anfertigen zu können, werden verschiedene Hilfmittel benötigt. Angefangen bei den verschiedenen (elektrischen)Feilen, einem UV-Reaktivem-Modellage-Gel, bis hin zur passenden UV-Lampe, um die Polymerisation (Aushärtung) des Gels zu aktivieren: 

  • verschiedene Feilen (niedriger bis hoher Grit) bzw. elektrischen Nagelfräser
  • Rosenholzstäbchen oder Pro Pusher
  • Buffer und Staubpinsel
  • Zeletten
  • Primer
  • Tips oder Schablonen
  • UV-Lampe
  • Grundier-, Makeup (Farbgel)-, Versiegelungsgel  
  • alternativ zu den versch. Gelen ein sog 1-Phasen-Gel

Verschiedene Feilen

Zum Kürzen deiner Nägel eignen sich Sandpapierfeilen mit einer mittleren Körnung. Eine feinkörnige Feile ist ideal, um den Nagel in Form zu feilen und eine grobkörnige, um die letzte Modellage vor dem nächsten Refill abzutragen. Die unterschiedlichen Körnungen werden in Grit angegeben. Niedrige Gritzahlen stehen für grobkörnige Feilen, hohe Gritzahlen dagegen für feine.

Unsere Berichte zu den verschiedenen Nagelfräs​ern findest du hier:

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Rosenholzstäbchen oder Pro Pusher

Vor dem Auftragen einer Gelmodellage musst du unbedingt das Nagelhäutchen zurückschieben und sämtliche Nagel(haut)schüppchen von der Nagelplatte lösen. Das Rosenholzstäbchen ist besonders sanft zu Haut und Nagel, während du mit dem aus Metall gefertigten, löffelähnlich geformten Pro Pusher wirklich effektiv Nagelhautreste von deiner Nagelplatte entfernen kannst. Achte darauf, mit dem Pro Pusher nicht zu heftig über die Nagelplatte zu kratzen, um Verletzungen zu vermeiden!

Rosenholzst​äbchen kann du hier finden (Amazon)

Buffer und Staubpinsel

Mit dem Buffer mattierst du die Naturnagelplatte. Das heißt, sie wird ganz leicht angeraut, was eine bessere Haftung des Gels verspricht. Während der Modellage kannst du mit Hilfe des Buffers auch Unebenheiten der Gelschicht abschleifen und glätten.

Der Staubpinsel entfernt den feinsten Nagelstaub auch an den Nagelrändern und trägt so dazu bei, Liftings durch kleinste Unebenheiten und Lufteinschlüsse zu vermeiden. Am besten benutzt du ihn nach jedem Feilvorgang und vor dem Auftragen einer neuen Gelschicht.

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Zeletten

Bei der Modellage von Gelnägeln solltest du immer einen Stapel Zeletten griffbereit haben. Sie haben gegenüber Wattepads oder Küchentüchern den Vorteil, dass sie nicht reißen, saugfähig sind und nicht fusseln. Du kannst mit ihnen den Pinsel nach der Reinigung abtrocknen, die Schwitzschicht entfernen, Cleaner auftragen oder kleine Gelunfälle am Nagelrand weg wischen.

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Primer

Ob du einen Primer oder Haftvermittler benötigst oder nicht, hängt in erster Linie von deinen Naturnägeln ab. Er zieht in die Naturnagelplatte ein und entfettet diese, wodurch die Haltbarkeit der Gelkonstruktion deutlich verbessert wird. Wenn deine Gelnägel sehr gut halten, ist die Verwendung eines Haftvermittlers nicht zwingend notwendig.

Der Primer darf nur auf dem Naturnagel angewendet werden, nicht auf noch bestehenden Gelresten und auch nicht auf Verlängerungstips.

Verschiedene Primer findest du hier (Amazon)

Zubehör ​für die Modellage 

Tips oder Schablonen

Wenn du deine Naturnägel nicht nur verschönern, sondern auch verlängern willst, benötigst du Verlängerungstips sowie einen Tip Cutter, der meistens gratis mitgeliefert wird, oder entsprechende Schablonen für die Naturnagelverlängerung.

Tips kannst du hier finden (Amazon)

Die Tips werden mit Nagelkleber direkt auf den Naturnagel geklebt und anschließend in die gewünschte Form gefeilt. Wichtig ist der Übergang vom Naturnagel auf den Tip, der gerade so weit abgefeilt werden muss, bis keine Stufe mehr sichtbar ist, allerdings ohne dabei den Naturnagel mitzufeilen! Anschließend wird der verlängerte Nagel wie gewohnt modelliert, sodass der Plastikeinsatz nicht sichtbar wird.

Die Schablonen werden unter dem Naturnagel befestigt. Während der Modellage des Naturnagels wird das Aufbaugel einfach über den freien Nagelrand hinaus auf der Schablone weiter modelliert, ausgehärtet und anschließend in Form gefeilt.

Welche Methode für dich angenehmer ist, musst du durch Ausprobieren herausfinden. Objektiv betrachtet sind beide Methoden gleich gut geeignet, um kurze Naturnägel auf die gewünschte Länge zu bringen.

Fiberglasstreifen

Dieses Hilfsmittel kann deine Modellage und deinen Naturnagel retten, wenn er sehr brüchig ist oder fast abzureißen droht. Du solltest dir aber vor der Verwendung sicher sein, was die Ursache deiner brüchigen Nägel ist bzw. dass ein eingerissener Nagel durch die Modellage keinen tiefer sitzenden Schaden nehmen wird.

Pinsel, Schwämmchen & Co.

Nagelgel ist, anders als Nagellack, in einem Tiegel verpackt. Die Pinsel zum Auftragen musst du extra erwerben. Je nachdem, welches Design du dir zaubern möchtest, sollten unbedingt verschiedene Pinselarten zu deiner Standard-Ausrüstung gehören.

Zusätzlich kannst du spezielle Designschwämmchen verwenden, wenn du Farbverläufe kreieren möchtest, oder für feinste Malereien einen Dotting Pen benutzen.

Hier gehts zu den Pinseln (Amazon)

Ganz wichtig: Der Pinselreiniger. Nach jeder Benutzung und besonders, wenn du das Gel wechselst, musst du den Pinsel kurz reinigen und trocknen, damit ein optimales Ergebnis nicht durch Farbrückstände im Pinsel ruiniert wird.

UV-Lampe

Acrylgel hat gegenüber dem Zwei-Komponenten-System den Vorteil, dass du dir beim Auftragen Zeit lassen kannst, denn es enthält lichthärtende Komponenten, die das Gel ausschließlich unter UV-Einfluss hart werden lassen.

Grundiergel oder Fiberglasgel

Die erste Gelschicht dient in erster Linie der Haftung der darüber liegenden Farbgele. Besonders wichtig ist das bei Problemnägeln. Wenn normales Grundiergel nicht ausreicht, um deinen Gelnägeln die nötige Haftung zu verleihen, kannst du alternativ auf das stärkere Fiberglasgel zurückgreifen.

Makeup-Gel und Farbgel

Hier entscheidet sich das Design! Farbgele gibt es in allen möglichen Abstufungen, von grell bis Pastell, glitzernd oder matt. Makeup-Gel sollte zu deinem Hautton passen und eignet sich natürlich in erster Linie für ein French Design.

Besonders Nagelbeißer mit einem extrem kurzen Nagelbett können dieses mithilfe von Makeup-Gel optisch verlängern.

UV- und Farbgele haben wir uns hier angeschaut

Eine Alternative zu Farbgel stellen Pigmente zum Selbstmischen dar. Auch durch den geschickten Einsatz von Lidschatten lässt sich die Investition in eine Farbgelpalette ersetzen.

Lidschatten statt Farbgel: ​

Deko-Artikel

Steinchen, Glitter, Nail Tattoos, Sticker oder auch Pailletten verleihen deinem Design das ganz besondere Etwas. Sie werden üblicherweise zwischen Farbgel und Aufbaugel angebracht. Hilfreich dabei ist eine geeignete Pinzette.

Aufbaugel​

Manche sagen Builder Gel, andere Modellage- oder Sculpting-Gel, aber alle meinen dasselbe. Aufbaugel ist besonders dickflüssig, was dem Gelnagel sein typisches Aussehen verleiht.

Unsere Artikel zu den verschiedenen Gele könnt ihr hier nachlesen:

Es hat in erster Linie zwei Funktionen: Erstens schützt es das empfindlichere Farbgel vor den Einflüssen des täglichen Lebens und zweitens lässt sich dadurch der Stresspunkt so austarieren, dass der Nagel auch bei extremer Verlängerung nicht so leicht bricht. Für die meisten Designs benutzt du ein farbloses Gel. Bei bestimmten Looks wie zum Beispiel der Babyboomer Nailart dagegen wird ein roséfarbenes Aufbaugel verwendet, welches das Design erst so richtig zur Geltung bringt.

Versiegelungsgel

Der Name sagt es schon: Mit dem Versiegelungsgel verleihst du deinem Kunstnagel den letzten Schliff und die nötige Druck-, Stoß- und Kratzfestigkeit des Gelnagels. Es wird erst aufgetragen und ausgehärtet, nachdem du den Aufbau in seine endgültige Form gefeilt hast.

1-Phasen-Gel

Grundier-, Aufbau- und Versiegelungsgel in einem! Klingt erst mal wesentlich unkomplizierter, ist aber Geschmacksache. Nicht jeder kommt mit der All-in-One-Variante klar. Besonders bei brüchigen Nägeln ist die Haltbarkeit oft umstritten. Für Anfänger ist es jedoch eine gute Möglichkeit, die Grundschritte der Gelnagelmodellage in vereinfachter Form zu erlernen.

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